Wertschätzung leicht gemacht

Jahresende, das ist traditionell die Zeit für Rückblicke, Jahresabschlussveranstaltungen, Erfolgsmessungen und – im Besten Fall auch die Zeit für Anerkennung an die Leistung der Mitarbeiter. Es ist die Saison für Weihnachtsgeld und Boni – aber auch Wertschätzung spielt in Unternehmen mehr und mehr eine große Rolle. Leider wird Wertschätzung dabei noch allzu oft mit Lob und Anerkennung von Leistung gleichgesetzt.

Was ist Wertschätzung genau?

Laut Definition bei Wikipedia bedeutet Wertschätzung jedoch:

„ … die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie gründet auf eine innere allgemeine Haltung anderen gegenüber. Wertschätzung betrifft einen Menschen als Ganzes, sein Wesen. Sie ist eher unabhängig von Taten oder Leistung, auch wenn solche die subjektive Einschätzung über eine Person und damit die Wertschätzung beeinflussen.

Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit.“ 

Damit bezieht sich echte Wertschätzung also auf den Mitarbeiter als Person und nicht nur auf die Summe seiner Leistungen. Natürlich sollen Sonderzahlungen, Weihnachtsgeld und Boni nicht verschwinden. Es stellt sich nur die Frage, ob es nicht nachhaltigere Möglichkeiten gibt, um Mitarbeiter zu motivieren. 

Bitte beim wertschätzen beachten

  • Wichtig für eine authentische Wertschätzung ist, dass sie individuell für die Person ausgesprochen wird. Lob, dass mit dem Gießkannenprinzip verteilt wird bewirkt bei dem Einzelnen eher das Gegenteil. 
  • Mitarbeiter sollten wissen, was der Auslöser für die Wertschätzung war. Je konkreter dabei das Lob, desto authentischer kommt die Anerkennung bei dem Kollegen auch an. 
  • Das beinhaltet natürlich auch, dass die Begeisterung für die Person echt ist. Dazu muss man kein Feuerwerk der Komplimente anzünden. Gerade die kleinen Gesten sorgen dafür, dass Menschen sich gesehen und wahrgenommen fühlen. 

Und warum singt er jetzt…?

Und genau darum geht es in meinem Video. Ich stehe mit einem geschätzten Kollegen auf der Bühne und singe aus voller Kehle – nicht meine Kernkompetenz…. Aber darum ging es nicht. Diese Veranstaltung lag mir persönlich am Herzen und ich wollte Danke sagen; an alle Menschen, die viel Zeit und Energie in den Abend gesteckt hatten. Ohne die es so nicht machbar gewesen wäre. 

„People always forget what you‘ve said or done – but they never forget how you made them feel“

Beim Thema Wertschätzung gibt es keine vorgefertigten Wege, sondern jeder sollte reingeben, was er hat. Reden vom Geschäftsführer sind – bei allem Respekt – am Ende des Tages Schall und Rauch. Authentische Taten drücken meiner Meinung nach mehr aus, als es jede Rede in Worte zu fassen vermag. 

Wenn der Vorstand zum Beispiel in den Veranstaltungspausen die Kaffeebar für die Mitarbeiter betreut, hat das eine ganz andere Aussage, als eine Dankesrede an die gesamte Belegschaft. Man begegnet sich auf Augenhöhe. Man kommt persönlich ins Gespräch und es wird den Mitarbeitern etwas für ihren Einsatz zurückgegeben.  

Und manchmal kommt dabei am Ende eben auch ein ganz leicht schiefes Lied dabei raus 😉 

Bleibt flexibel

Euer Ralf Schmitt

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