Was haben „New Work“ und Impro-Theater gemeinsam?

Graphic Recording: „Mindset für eine flexible Zukunft“ von Ralf Schmitt mit freundlicher Genehmigung von www.sandraschulze.com

New Work und Agilität sind aktuelle Schlagworte, die manchem wie eine dunkle Wolke erscheinen mögen, weil sie beständig Veränderungen mit sich bringen. Globalisierung und Digitalisierung haben große Auswirkungen auf die Wirtschaft und unseren täglichen Arbeitsalltag. Bisherige Arbeitssysteme veralten und die Forderung nach agilen Organisationen und vor allem agilen Mitarbeitern ist allgegenwärtig.

Was wird werden? Was wird kommen?

Letzten Endes kann das keiner genau sagen. Sicher ist, dass uns Veränderungen in viel größerem Ausmaß und höherer Frequenz begegnen werden, als es in der Geschichte bisher der Fall war. Es gibt keine Pause-Taste, mit der wir diese Entwicklung stoppen könnten, um uns in Ruhe im „Old-Work“-Stil einen ausgefeilten 5-Jahres-Plan zu erarbeiten. Unsere einzige Chance ist es, unsere Sichtweise anzupassen, wie wir mit  neuen Herausforderungen, Überraschungen und Veränderungen umgehen wollen: Mit einem Mindset für eine flexible Zukunft

Maximale Unsicherheit

Ich komme aus dem Impro-Theater. Einer Nische, von der einige vielleicht sogar noch nichts gehört haben. Das Konzept:  Schauspieler bringen ohne Probe, Requisiten oder festen Text spontan Unterhaltung auf die Bühne.
Der Druck ist hoch.  Wenn wir die Situation einmal aus der Unternehmensperspektive betrachten sähe Impro-Theater so aus: Zahlende Kunden erwarten von ihrem Dienstleister ein erfolgreiches Produkt, nämlich gute Unterhaltung, ohne dass der Dienstleister die Gegebenheiten zur Produktion vorher kennt. Impro-Schauspieler begeben sich also ganz freiwillig in eine Situation von maximaler Ungewissheit. So ähnlich sieht es aktuell in der Arbeitswelt aus. Du denkst: „Horror!“? Ich sage: „Ganz im Gegenteil – das macht sogar Spaß!“

3 Regeln für den agilen Menschen

Warum? Weil es hier, wie in der modernen Arbeitspraxis, um ein flexibles Mindset geht. Um unsere Sicht auf die Dinge. Die hat man nicht automatisch – aber man kann sie Schritt für Schritt schon mit kleinen Veränderungen in der persönlichen Wahrnehmung für sich entdecken und weiter entwickeln.
Im Impro-Theater, wie beim agilen Arbeiten, gibt es für mich drei grundlegende Regeln, die Deine Sichtweise auf das Unbekannte, sei es auf der Bühne, im Alltag oder im Unternehmen verändern werden und Dir damit das Leben leichter machen:

  • Sag Ja

    Häufig sagen wir zu Neuem reflexartig „nein“. Ganz einfach aus dem Grund, weil unser Gehirn in Unbekanntem eine potentielle Gefahr wittert. Da Veränderungen jedoch heute zu unserem Alltag gehören, müssen wir unser noch auf Steinzeit gepoltes Hirn überlisten. Frag Dich, ob Du wirklich „nein“ meinst, oder ob Du es nur aus Angst, Vorsicht oder Bequemlichkeit gesagt hast. Ein „Ja“ ist dynamisch. Es bringt Dich weiter, beschert Dir neue Erfahrungen, erweitert Deinen Horizont und macht Herausforderungen zu etwas Positivem.

  • Sei offen für den Moment

    Agilität ist die Fähigkeit zur maximalen Anpassung. Damit reicht es nicht ein Ziel im Fokus zu haben und dann nicht mehr nach links und rechts zu schauen. Nur wer bewusst die Gegebenheiten des Momentes wahrnimmt bleibt flexibel und kann den Weg zum Ziel darauf hin anpassen. Wenn sich die Voraussetzungen verändern ergibt sich so vielleicht auch ein ganz neues, besseres, innovativeres Ziel als ursprünglich anvisiert?

  • Lass Fehler zu

    Wer Veränderungen akzeptiert, der muss auch Fehler auf seinem Weg akzeptieren. Sie sind dabei keine Feinde, sondern vielmehr Schritte zur Seite, damit der entscheidende Schritt nach vorne überhaupt möglich ist. Eine positive Fehlerkultur, bei der alle Beteiligten objektiv mit Fehlern umgehen und einen möglichst großen Nutzen aus ihnen ziehen, ist eine wichtige Grundlage für agiles Arbeiten und flexibles Denken.

In meinen Vorträgen geht also kurz gesagt darum, sich in einer verrückten Welt nicht selber verrückt zu machen. Mehr noch – entspannter zu leben und zu arbeiten und an den Verrücktheiten des Lebens vielleicht sogar Spaß zu haben.

Bis dahin

Bleibt flexibel
Euer Ralf Schmitt

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Wir sehen uns – bis dahin
Bleib flexibel
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