Kill Dein WM-Kaninchen

Man muss kein Fußball Experte sein, um das ganze Drama von gestern zu erfassen: In Kasan hoppelte für 100 Minuten ein dickes, fettes, hässliches WM-Kaninchen über den Platz!
Da können die elf jungen Männer unseren Deutschen Nationalmannschaft noch so oft beteuern, dass sie bis zur soundsovielten Minute daran geglaubt hätten, noch gewinnen zu können – das Panik-Kaninchen ging um.

Angst vor dem Versagen

Die Angst der Spieler vor dem Versagen war fast schon als Zuschauer spürbar. Fehlpässe, Orientierungslosigkeit, Unentschlossenheit. Wenn die Achtjährige dann neben mir noch fragt: „Warum schießt der Mann den Ball nur auf den grünen Rasen und nicht zu seinem Freund?“ bin auch ich ratlos und vermute, dass er das WM-Kaninchen nicht treffen wollte.

Sicher ist: Unsere Mannschaft ist historisch gescheitert.
Woran es lag? Daran werden sich die Menschen die nächsten Wochen oder sogar Jahre  noch die Köpfe heiß reden. Die Angst vor dem Scheitern hat nach meiner Ansicht jedoch eine zentrale Rolle gespielt. 

Angst lähmt. Sie macht unkreativ und blind für die Möglichkeiten, die sich einem links und rechts bieten. Wenn dann auch noch Fehler passieren, füttert das unsere Panik-Kaninchen und es flüstert hämisch: „Siehst Du! War doch klar, dass es nicht klappt – Du Looser!“, und schon dreht sich die Spirale aus Angst und Schockstarre weiter nach unten. 

Sündenbock-Suche….

Ob wir in Katar wieder eine Chance haben, Weltmeister zu werden, oder vielleicht schon 2020 zur Europameisterschaft in einer besseren Verfassung sind? Ich denke, dass hängt nicht von einem Jogi Löw ab, sondern vielmehr, wie die Deutschen dieses Scheitern verarbeiten. Schaffen wir es, mit einer guten, positiven Fehlerkultur an den Schlamassel ranzugehen? Oder wird jetzt auf Löw und das Team eingedroschen und nach einem Sündenbock gesucht? 

…oder Fehlermanagement?

Was passiert ist, ist passiert. Es kann nicht mehr rückgängig gemacht werden – daher ist es müßig, und vor allem kontraproduktiv, darüber zu streiten, wer denn nun die „Schuld“ daran hat.
Es ist traurig und schade. Die Jungs haben hart trainiert und der Druck war enorm. Jetzt geht es hoffentlich an die Auswertung, an die Fehleranalyse und an den Lernprozess, den so ein Scheitern mit sich bringen sollte. Dann wird es am  Ende lehrreich sein und eine neue Perspektive auf das Training, die Auswahl, die Strategie ermöglichen und lässt Nachwuchsspieler in Zukunft davon profitieren und besser werden. 

Denkt vielleicht daran, wenn ihr das nächste Mal vielleicht ein Projekt an die Wand fahrt, beim Ausparken eine Harley rammt oder auf einer Veranstaltung mit 4000 Gästen versehentlich den Feueralarm auslöst: Fehler passieren, Scheitern gehört dazu – am Ende zählt, wie Ihr damit umgeht und was Ihr für Euch daraus macht. Angst ist kein guter Berater. Sie lähmt und macht unflexibel – und was dann passiert, haben wir gestern sehen können.

Wer noch mehr Kaninchen killen will kommt hier zur Leseprobe von „Kill Dein Kaninchen – wie Du irrationale Ängste kaltstellst“

Bis dahin – bleibt flexibel

Euer Ralf Schmitt

 

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Wir sehen uns – bis dahin
Bleib flexibel
Dein Ralf Schmitt

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