Kaffeeflecken machen innovativ

…das soll aber kein Aufruf werden, sich vor dem nächsten Brainstorming mit Eurem Armani- Hemd, oder der Seidenbluse unter den Kaffeevollautomaten zu legen. Wobei das eventuell sogar die Durchblutung im Gehirn steigern könnte, wenn Ihr Euch lasziv darunter hängt…. Nein – Kaffeeflecken machen innovativ, weil sie stören. Und nerven. Und man meistens selber an ihnen Schuld ist. Und sie klein genug sind, um gut an ihnen zu üben, ohne dass die Welt unter geht.

Armer Fehler!

Mit meiner Forderung nach mehr Flexibilität und Spontaneität im Kopf und im Leben liegt es in der Natur der Sache, dass bei dieser Sicht auf die Welt Fehler, ob kleine oder große „Kaffeeflecken“, anders betrachtet werden sollten, als man es im ersten Reflex vielleicht tut. Genau wie Spontaneität und ihre kleine Schwester, die Improvisation, haben Fehler bei uns kein besonders gutes Image. Wer spontan improvisiert ist schlecht vorbereitet und wer Fehler macht ist doof. Dass wir alle Fehler machen, wird dabei ganz schnell vergessen. Dass Fehler bestraft werden – mit schlechten Noten, Einzelgespräch beim Chef oder Streichung des Jahresbonus – hat dagegen jeder im Hinterkopf.

Alle Wegen führen nach… Verona?

Wikipedia definiert einen Fehler ganz wertfrei als: „die Abweichung eines Zustands oder Vorgangs, der bezüglich der zu erfüllenden Aufgaben festgelegt ist.“
Also ein Abweichen von einem festgelegten Weg zum Ziel. Aber heißt es nicht so schön, um einmal im Bild zu bleiben, „viele Wege führen nach Rom“? Und spinnen wir das Ganze einmal weiter und nehmen an, wir wählen nicht die schnellste Route, die uns das Navi vorgibt. Besteht nicht trotzdem die Chance, dass wir in Rom ankommen? Vielleicht halten wir an der Landstraße noch an einer großartigen Taverne oder lernen beim Wegerfragen noch ein paar nützliche Worte Italienisch? Oder wir entscheiden uns auf der Nebenstraße sogar, dass wir Rom ja schon 3 Mal besucht haben und die Gelegenheit nutzen, um uns Verona anzusehen. „Nein“, sagt Ihr. „Wir sind falsch abgebogen und waren zu spät in Rom“. Stimmt schon, das sind die Fakten, aber wie Ihr sie betrachtet liegt an Euch.
Vielleicht war es auch der Ausflug Eures Lebens?

Machen anstatt Meckern

Da wir uns nun aber nicht täglich auf den Weg nach Rom machen, sondern im Alltag schon oft genug mit unseren eigenen und auch noch mit den Fehlern unserer Mitarbeiter, Liebsten und …Fleischereifachverkäufern konfrontiert werden, könntet ihr auch diese tollen Gelegenheiten einfach nutzen. Die meisten Fehler sind für uns unangenehm, weil sie uns zwingen, von unserem vorab anvisierten Weg abzuweichen. Weil sie es erfordern, wenn man einen Fehler denn produktiv nutzen will, spontan eine neue Lösung zu finden. Spontan und kreativ sein bringt uns ein ungeplantes Ergebnis und entspricht vielleicht nicht der erwarteten Norm.
Aber nur eine neue Lösung ist eine innovative Lösung.
Um mir persönlich dessen immer wieder bewusst zu werden, habe ich in solchen Situationen ein Zitat von der Psychologin Ruth Cohn im Kopf: „Jeder Plan muss falsch sein, da nie alle Faktoren bekannt sein können“. Damit versuche ich mich, vom Meckern über den nächsten Kaffeefleck möglichst schnell wieder ins „Mach was draus“ zu bringen. Gute Vorbereitung, gepaart mit spontaner Entspanntheit bringt mir dabei bisher die besten Ergebnisse. Ich hoffe, Euch auch!
In diesem Sinne – bleibt flexibel
Euer Ralf Schmitt

Flexibel im Kopf – Kaffeeflecken from Ralf Schmitt on Vimeo.

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Wir sehen uns – bis dahin
Bleib flexibel
Dein Ralf Schmitt

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